Im Dialog mit Wisam Gergis: Warum echte Barrierefreiheit bei Didaktik und Haltung beginnt

Im Dialog mit Wisam Gergis: Warum echte Barrierefreiheit bei Didaktik und Haltung beginnt

Ausstellung in Heide: „Stadtbild – Statt Bild“ auf der Museumsinsel Lüttenheid

Ausstellung in Heide: „Stadtbild – Statt Bild“ auf der Museumsinsel Lüttenheid

Natur

Morgensport im Waldgarten: Über Äste, Nachbarschaftshilfe und den Sinn von Muttererde

Kreislaufwirtschaft im Waldgarten: Wie aus Ästen, Totholz und Zeit wertvolle Erde entsteht

Erlebe die wohltuende Verbindung von Bewegung und Natur im eigenen Waldgarten. Entdecke, wie frische Morgenluft, gemeinschaftliches Gärtnern und die Arbeit mit der Erde Körper und Geist nachhaltig beleben.

Summer Shamma20. Oktober 2026 - 12:41 Uhr
Zurück zum Blog
Morgensport im Waldgarten: Über Äste, Nachbarschaftshilfe und den Sinn von Muttererde
Datenschutz-Hinweis

Beim Abspielen dieses Videos von YouTube werden Daten an den jeweiligen Anbieter übertragen. Bitte stimme zu, um das Video zu laden.

Heute Morgen zwischen 8:30 und 9:30 Uhr stand wieder die tägliche Dosis Bewegung an. Unser Torbereich musste freigeräumt werden, denn dort warten derzeit rund 10 Tonnen Muttererde auf ihren Einsatz. Der Grund für den Haufen davor? Ein großartiges Zusammenspiel mit unserem Nachbarn!

Auf dessen halbgewerblichem Grundstück und Parkplatz müssen die Wege befahrbar bleiben – schließlich rollen hier regelmäßig Besucher und große Busse vorbei, beispielsweise zur Kohlsaison nach Wesselburen. Da unsere Bäume naturgemäß auch mal über die Grenze ragen, haben wir uns unkompliziert geeinigt: Die Mitarbeiter schneiden die überstehenden Äste zurück und werfen sie direkt zu uns rüber. Für mich kein Müll, sondern wertvolles Baumaterial! Ich staple das Schnittgut direkt auf unserem Totholzzaun auf.

Lebensprojekt statt Rasenmonokultur

Als meine Frau und ich vor über 11 Jahren das Grundstück kauften, hatten wir damals schon einen Bestand von rund 300 Bäumen. Viele rieten uns ab: „Was macht ihr denn, wenn ihr älter werdet?“ oder „Am besten alles weg, Rasen drauf – schön schier und clean.“

Wir haben diese Herausforderung aus Überzeugung angenommen. Mittlerweile ist eine eigene Mini-Baumschule mit über 250 Bäumlingen dazugekommen. Mit mehr als 550 Bäumen ist unser „Shammas Kosmos Permakultur Waldgarten“ eine echte grüne Lunge für Wesselburen.

Woher kommt eigentlich die Erde?

Ich frage mich oft, wenn ich die Laubbläser in der Umgebung höre oder sehe, wie Laub und Äste in Papiertüten als Biomüll abtransportiert werden: Wie stellen wir uns eigentlich vor, wie Erde entsteht?

Wenn wir alles akkurat wegblasen, entnehmen wir der Natur ständig Energie und Nährstoffe. Stattdessen investieren wir Unmengen an Strom und Benzin, um Rasen zu mähen und Blätter wegzuwirbeln. Natürlich verstehe ich, dass man auf kleineren Grundstücken oder in engen Nachbarschaften Kompromisse eingehen muss. Aber der ständige Drang nach Sterilität und die ewigen Debatten um Baumschatten nehmen der Natur den Raum zum Atmen.

Ein bisschen mehr Gelassenheit, Entspannung und echtes Vertrauen in natürliche Kreisläufe würde vielen guttun.

Gartenarbeit als Lebensphilosophie

Für mich ist das Freiräumen, Schichten und Umschichten kein lästiger Pflichttermin, sondern mein persönlicher Morgensport und sinnstiftende Arbeit. Ich habe dafür keine starren Uhrzeiten – die Aufgaben verteilen sich organisch über den Tag und die Woche. Im Waldgarten gibt es immer etwas zu tun, und genau das macht es zu unserem Lebensprojekt.

Schaut euch im eingebetteten Video an, wie der Ästehaufen heute Morgen aussah und abonniert meinen YouTube-Kanal, um auf dem Laufenden zu bleiben, wie wir daraus zukünftig neue Ressourcen für den Garten schaffen!

Summer Shamma

Autor

Gespräch vereinbaren

Kostenlose Beratung – persönlich, unverbindlich und auf Ihre Situation abgestimmt.

Jetzt Termin anfragen